Bertelsmann

 

 

Neu am 20.1.2008:

bullet Der Stadtverband Duisburg der GEW hatte ja in der Vergangenheit einige Probleme ;-) mit der Zusammenarbeit des Schulministeriums mit der Bertelsmann Stiftung im Zusammenhang mit dem Projekt "Selbstständige Schule". Letzteres ist ja nun noch bis zum 30.7.2008 ein Auslaufmodell.

Inzwischen gehen immer mehr Gewerkschafter auf Distanz zu Bertelsmann - nun auch ver.di auf Bundesebene:

„ver.di erklärt, dass es keine Grundlage für eine Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung, insbesondere bei gewerkschaftlichen Veranstaltungen gibt. Die Ideologie und die Ziele der Bertelsmann Stiftung stehen im offenen Widerspruch zu gewerkschaftlichen Zielsetzungen und Forderungen…“ Der vollständige Wortlaut des Beschlusses befindet sich hier.

Den Verdacht hatten wir bereits 2003.

 

Neu am 27.8.2006:

bullet "Die «gute Regierung» des Bildungswesens: Bertelsmann Stiftung"

ist das Manuskript eines Redebeitrags überschrieben, der gehalten wurde auf dem 20. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), bildung – macht – gesellschaft, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt am Main, 20.-22. März 2006, Symposium 19: "Die Formation neuer Bildungsregime. Zur Durchsetzung von Regierungstechniken in der post-nationalen Konstellation".

Der Text zeigt auf, wohin die Reise geht.

 

Neu am 14.5.2006:

bullet Am 11.5. fand in Duisburg eine Veranstaltung im Rahmen des Modellvorhaben "Selbstständige Schule" statt:

«Informationsveranstaltung für zukünftige Korrespondenzschulen "Auf dem Weg in die Bildungsregion Duisburg"»

Das große Interesse an der Information - der Saal war gut gefüllt - wurde in Reden mehrfach als großes Interesse an einer Teilnahme als Korrespondenzschule missdeutet.

Der Power-Point-Vortrag (Download 6,6 MB) der Tagung zeigt u.a., dass die Teilnahme am Rande des Modellprojekts billiger geworden ist: Nicht mehr 2/3-Mehrheit in Lehrer- und Schulkonferenz, auch nicht absolute Mehrheit, sondern einfache Mehrheit reicht zur Teilnahme aus. Falls sich alle enthalten, reicht eine Fürsprecherin oder ein Fürsprecher...

Mündlich wurde erläutert: Wer den Beschluss nicht bis zum Abgabeschluss am 9.6.2006 erwirken kann, bei dem genügt auch das feste Versprechen, ihn nachzuliefern....

Unklar blieb trotz Vorlage des Vertragstextes in den Tagungsunterlagen (Download 1,6 MB) bei vielen, was der Vorteil einer Teilnahme als Korrespondenzschule sei. Letzlich blieben die Erläuterungen hier blass: Zwar Teilnahme an den Fortbildungsangeboten des Projekts, aber ohne das Zeitbudget der Selbstständigen Schulen, also in jedem Falle ohne Unterrichtsausfall. Auch Werner Fuchs blieb die prägnante «Aufzählung der 10 Vorteile», so ein Frager, schuldig. Am Ende gab es die Zusage, dies nachzuliefern.

Eine Beantwortung der noch offenen Fragen der Veranstaltung und die von Herrn LRSD Werner Fuchs dargestellten Gründe für einen Beitritt als Korrespondenzschule werden spätestens am 22. Mai 2006 an dieser Stelle dokumentiert.

Die Lokalpresse (WAZ) berichtete:

"Schulen brauchen Manager"

«Projekt "Selbstständige Schulen" geht in die zweite Phase. Im Gertrud-Bäumer-Berufskolleg informierte die Regionale Steuergruppe interessierte Duisburger Schulen. Gewerkschaft kritisiert die Entwicklung zum "Unternehmen Schule"

Seit 2002 läuft in NRW das Projekt "Selbstständige Schulen". Das Ziel: Schulen sollen zu eigenverantwortlichen Institutionen werden, die gemeinsam mit anderen eine Bildungsregion bilden, wie sie bereits in Dortmund, Arnsberg und Krefeld besteht. Dabei stehen Unterrichtsorganisation, Qualitätssicherung und Personalbewirtschaftung auf dem Stundenplan.

In Lehrgängen und Qualifikationsmaßnahmen soll Schulleitung und Lehrerkollegium das Projektmanagement im eigenen Haus beigebracht werden. "Wir erhoffen uns von diesem Projekt, die Chancengleichheit und schulische Effektivität für Duisburger Schüler zu erhöhen und gleichzeitig ein Innovationsklima in einem Duisburger Netzwerk zu erreichen", erläutert Eva Brings vom Schulamt der Stadt die Ziele des Projektvorhabens.

15 selbstständige Schulen gibt es bislang in Duisburg. Nun sollen weitere als Korrespondenzschulen hinzukommen und im Zusammenschluss die Bildungsregion Duisburg bilden. "Zwar profitieren sie nicht von der finanziellen Unterstützung, die den selbstständigen Schulen in der ersten Phase zukam, könnten aber das Qualifikationsangebot nutzen", so Brings. Dass es sich bislang nur um ein Vorhaben handele, läge an der bisher fehlenden Zusage des Landes, weitere Mittel zur Verfügung zu stellen.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft steht dem Projekt seit Beginn äußerst kritisch gegenüber. "Die Wandlung vom Schulleiter zum Manager führt zu einer starken Hierarchisierung im Kollegium", bemängelt der Vorsitzende Norbert Müller. Auch die bislang vagen Zusagen seitens des Landes unterstrichen die fehlende Seriosität des Projektes. Nicht ohne Grund hätten sich vor vier Jahren rund 90 Prozent der Schulen dagegen entschieden.

12.05.2006 Von Christina Schaefer

bullet Informationen zu den Themen Schulentwicklungsgesetz / Selbständige Schule (Die Seite wurde am 1.9.2001 erstellt.)

 

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Die Seite wurde zuletzt am 17. Februar 2008 aktualisiert.