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Als Kollaps jeder pädagogischen Bemühungen bezeichnet Norbert Müller, Vorsitzender der Duisburger GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft), Klassengrößen jenseits der 30. "Sie erklären mindestens zur Hälfte die schlechten PISA-Ergebnisse des bundesdeutschen Schulsystems."
Nach Recherchen der GEW gibt es auch in Duisburg einen deutlichen Trend zu größeren Klassen. Steigerungsrate im letzten Jahr: knapp 10 %. In 180 Duisburger Schulklassen sitzen 31 und mehr Schülerinnen und Schüler, vor allem im Gymnasial-, Gesamtschul- und Realschulbereich ist fast jede 5. Klasse mit mehr als 31 Schülerinnen und Schülern vollgestopft.
Nach Ansicht der GEW sind große Klassen die Hauptursache für Wiederholer und Schulformwechsler. "Diese Spirale nach unten muss endlich gestoppt werden. Wer Priorität für Bildung fordert, darf keine Kassen über 25 Schülerinnen und Schülern zulassen".
Müller, auch Vertreter der Lehrer im Schulausschuss der Stadt: "Zwei Minuten Zeit für jeden Schüler je Schulstunde, das muss in diesem reichen Land machbar sein." 09.06.2002
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