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"Ich gehe davon aus, dass die ,Selbstständige
Schule´ nach Duisburg kommt", erklärte Bildungsdezernent Gerd Bildau
nach der gestrigen Schulleiterkonferenz. Gerettet hat das
Modellprojekt eine neue "Inszenierungsstrukur".
Gestern Mittag einigte sich die
Schulleiterkonferenz auf folgende Konstruktion: Pro Schule werden je
2 500 E vom Land und von der Stadt bereit gestellt. Weitere Kosten
werden über einen "Förderverein" getragen, das heißt, so der
Dezernent, "mit nicht öffentlichen Geldern". Jede Schule solle
Mitglied werden. Über die Strukturen des neuen Vereins werde jetzt
diskutiert. Dass die Sparkasse Hauptsponsor des Fördervereins wird,
wollte Bildau nicht bestätigen. In jedem Fall sei die Akquise von
Firmen und Institutionen in vollem Gange.
Der Bildungsdezernent, noch im Akzentefieber,
ist froh über den glücklichen Ausgang des Hickhack: "Dieses
Landesmodell ist für mich ein Entbürokratisierungsprojekt. Damit das
nicht gleich als Tragödie oder Komödie endet, haben wir eine neue
Inszenierungsstruktur geschaffen."
Den weiteren Verlauf müssten nun die
Schulleiter und Lehrer der Schulen ausdiskutieren. Bis Ende Juni
müssen die Schulen intern über die Teilnahme am Modellprojekt unter
den neuen Bedingungen abgestimmt haben. Anfang Juli soll dann die
Entscheidung des Schulträgers fallen, schildert Bildau den
zeitlichen Ablauf.
Das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg hat sich
gestern Abend als erste Schule mit großer Mehrheit der Lehrer- und
Schulkonferenz für das Projekt ausgesprochen. Leiter Roland Katzy
berichtete, dass auch die Stimmung unter den Schulleitern
hervorragend sei und sie sich maßgeblich an der Entwicklung des
Fördervereins beteiligen würden: "Eine neue Aufbruchstimmung."
SuS/aka s. Kommentar: 2. Lokalseite 11.06.2002 |