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Stadt will über privates Sponsoring den
geplatzten städtischen Zuschuss ersetzen.
Nach dem Debakel um den städtischen Zuschuss
für das Modellprojekt "Selbstständige Schule" hat die Stadt den am
Projekt interessierten Schulen jetzt einen neuen Weg zur
Mittelbeschaffung aufgezeigt. Der neue Weg heißt "Privates
Sponsoring". Er soll nach dem Willen des Schulträgers über einen
Förderverein, der von den am Schulversuch beteiligten 16 Schulen und
der Stadt getragen wird, abgewickelt werden.
Ziel des Vereines, der noch vor den
Sommerferien aus der Taufe gehoben werden soll, ist es zunächst
vornehmlich, Sponsoren aus der Wirtschaft zu finden, die das
Vorhaben des Schulversuches an den örtlichen Schulen unterstützen
wollen. Ein geteilter Vorstand aus Schulleitern und Schulverwaltung
wird den Verein führen.
Während Schuldezernent Gerd Bildau gegenüber
der NRZ erst nach schriftlicher Aufforderung kurz Auskunft über
Ziele und Förderer gab, war von anderer Seite zu erfahren, dass
bereits ein namhafter Förderer eine stattliche Summe für die
Projektdauer von sechs Jahren zugesagt habe. Diese Sponsorenzusage,
so war zu erfahren, könne zwar nicht den untersagten städtischen
Zuschuss von jährlich 500 000 Euro ersetzen; er sei aber so
beachtlich, dass die in den vergangenen Tagen verunsicherten und
enttäuschten Schulen zur Weiterarbeit motiviert seien.
Gestern erklärte der Vorstand der
Stadtsparkasse auf Anfrage, dass er der künftigen Arbeit eines
gemeinnützigen Vereines "durchaus aufgeschlossen gegenüberstehen"
würde. Dezernent Bildau bestätigte Gespräche mit potenziellen
Förderern.
"Fester Ansprechpartner für die
Wirtschaft"
Aber auch nach Ablauf des Schulversuches im
Jahr 2008 soll der neue Förderverein weiterarbeiten und dann sein
zweites Vereinsziel, die "Förderung der regionalen Schullandschaft",
verfolgen. "Das ist eine interessante Idee", erklärte ein
Beteiligter, "denn mit dem Verein hätte die Wirtschaft dann
erstmalig einen festen Ansprechpartner statt einzelner Schulen, die
immer mal wieder um ein Sponsoring nachfragen." Schulentwicklung in
Duisburg solle künftig stärker als bisher mit Mitteln der Wirtschaft
finanziert werden.
12.06.2002 STEFAN ENDELL
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